Auslese

Für diese Weine wird nur gesundes, vollreifes Lesegut verwendet. Es wird bereits bei der Lese aufwändig von Hand selektiert - ausgelesen - und erbringt so überdurchschnittlich hohe Mostgewichte. Unsere Auslesen haben durchgängig ein Mindestmostgewicht von 110° Oechsle. Sie bestechen durch ihre Fülle und die betörenden Aromen im Bukett.

 

 

Bacchus

Die Bacchusrebe entstand 1935 durch eine Rückkreuzung des Pfälzers Peter Morio von Silvaner X Riesling und Müller-Thurgau.Er besitzt weiß - wollige Triebspitzen und große Blätter, die mehr rund als schwach dreilappig sind. Die dichtbeerigen Trauben mittlerer Größe des Bacchus sind mit rundlich, gelbgrünen Beeren besetzt.Die Weine haben ein muskatartiges Bukett, sind vollmundig, würzig - reif und erinnern zuweilen an die Scheurebe.

 

 

Bundesweinprämierung

Zur Bundesweinprämierung dürfen nur Weine angemeldet werden, die bereits auf Landesebene prämiert wurden. Auf einer eigenen bundesweiten Prämierung müssen sie überdurchschnittlich hohe Punktzahlen erreichen. Der Wettbewerb findet einmal im Jahr statt. Die Prüfungskommission setzt sich aus Vertretern aller Weinanbaugebiete zusammen, die sehr hohe Anforderungen an die im Wettkampf liegenden Weine stellen. Auszeichnungen und erreichter Rang (Großer / Goldener / Silberner / Bronzener Preis) dürfen als zusätzliches Gütesiegel auf der Flasche erscheinen.

 

 

Deutsches Weinsiegel

Das Deutsche Weinsiegel wird, entsprechend der Geschmacksrichtung, gelb, grün, rot von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft verliehen. Es bekommen ausschließlich Weine, die in der Qulitätsweinprüfung von einer DLG - eigenen Prüfungskommission mit mindestens 2,5 Punkten bewertet wurden. Dazu prüfen Fachleute nach einer 5er Skala neben Geruch und Geschmack auch die Harmonie des Weines, also das Zusammenspiel von Geruch und Geschmack.

 

 

Domina

Die Domina stellt eine Kreuzung (Portugieser x Blauer Spätburgunder) der Bundesforschungsanstalt für Rebzüchtung Geilweilerhof bei Landau in der Pfalz dar. Das Geschmacksbild dieser tiefdunkelblauen Rotweine wird von einem kräftigen Bukett und markanter Säure geprägt. In einem gut sortierten Weinkeller sollte diese Sorte nicht fehlen. Ein längeres Flaschenlager entlohnt nach Jahren durch Vollmundigkeit des Weines.

 

 

Frankensekt b. A.

Sekt wird bei der GWF grundsätzlich nur aus Prädikatsweinen hergestellt, die aus dem Lesegut der Mitglieder gewonnen werden. Folgende Geschmacksrichtungen sind gebräuchlich:

extra brut 0 - 6 g/l Restzucker
brut 6 - 15 g/l Restzucker
extra trocken 12 - 20 g/l Restzucker
trocken 17 - 35 g/l Restzucker
halbtrocken 33 - 50 g/l Restzucker
lieblich > 50 g/l Restzucker

 

 

Fränkische Weinprämierung

Gold-, Silber- oder Bronzemedallien der fränkischen Weinprämierung sind begehrte Auszeichnungen auf regionaler Ebene. Die Weine werden durch eine ausgewählte Prüfungskommission geprüft und erhalten die Medallien je nach der erreichten Punktzahl.

 

 

Kerner

Als Kerner wurde die von August Herold ab 1930 in Weinsberg gezüchtete Kreuzung aus Trollinger und Riesling bekannt.In seinem dichten Geblatt verstecken sich runde, grünliche, dickschalige Beeren. Der Kerner bringt rieslingartige Weine hervor, weshalb er auch als Grundwein für Sekt verwendet wird. Durch seine feine Säure, Frucht, Eleganz und Rasse zieht er den Weintrinker in seinen Bann.

 

 

Müller - Thurgau

Der Müller - Thurgau, Frankens wohl bekannteste Neuzüchtung, wurde um 1890 von Hermann Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau als Kreuzung Riesling X Silvaner gezüchtet. Wie sich allerdings in späteren Erbgutuntersuchungen herausstellte ist er vielmehr eine Selbstbefruchtung des Riesling, andere Experten behaupten auch er sei eine Kreuzung aus Riesling-Muskateller-Gutedel.Im Weinberg ist der Müller - Thurgau an seinen tief ausgebuchteten, meist fünflappigen Blättern und großen lockerbeerigen Trauben zu erkennen. Die ovalen gelblichen Trauben weisen einen markanten Muskatgeschmack auf.Als blumig mild wird sein Wein beschrieben. Die Skala reicht vom erfrischenden Vormittagsschoppen über harmonische würzig-elegante Kabinettweine bis hin zu Auslesen, die das Muskatbukett gerade noch ahnen lassen.

 

 

Qualitätswein

Qualitätsweine müssen laut Gesetz 63° Oechsle haben, um in den Bocksbeutel gefüllt zu werden, jedoch mindestens 70° Oechsle. Q.b.A. ist die abgekürtzte Bezeichnung für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete.

 

 

Qualitätswein mit Prädikat

Eine Einzigartigkeit des deutschen Weingesetzes sind die Qualitätsweine mit Prädikat. Dies bedeutet nach dem deutschen Weingesetz, dass diese Weine somit keine Anreicherung mit Zucker wie in den übrigen Weinbauländern der Welt erhalten, wo dies gerne Chaptalisierung genannt wird. Bei deutschen Weinen können sie ab der Qualitätsstufe Kabinett sicher sein, dass dem Traubenmost kein Zucker hinzugesetzt wurde.

 

 

Rieslaner

Der Rieslaner stammt aus der Bayrischen Landesanstalt für Wein - und Gartenbau in Veitshöchheim. Die Kreuzung Silvaner X Riesling führte August Ziegler im Jahre 1921 durch. Man erkennt ihn am leichtesten an seinem kleinen dichtbeerigen Trauben und am zarten braun des jungen Laubes. Ein weiteres Merkmal ist sein robustes Laubwerk.Hans Breider, der sich in den 50er Jahren vehement für die Verbreitung des Rieslaners eingesetzt hat, beschrieb den Geschmack einst so: „Weine mit einem vielschichtigen an Pfirsich, Mirabelle und Aprikose erinnernden fruchtigen Bukett, körperreich, kräftig, charaktervoll.“

 

 

Riesling

Riesling - Weine zählen zu den edelsten der Welt, trotz ihrer späten Reife haben sie die stärkste Verbreitung in den nördlichen Weinbaugebieten Deutschlands gefunden. Die Sorte Riesling zeigt kräftigen Wuchs mit mittelgroßen, derben, fünflappigen, ziemlich tief eingeschnittenen Blättern.Die Trauben sind klein bis mittelgroß, stehen dichtgedrängt und schillern grüngelblich bis goldgelb.Rieslingweine sind rund, fruchtig, vollmundig, stahlig, kernig, rassig - vornehm - elegant und haben vor allem in guten Jahren ein sortentypisches Bukett.

 

 

Ruländer

Der Ruländer stammt vom Blauen Burgunder ab. Er fand in Deutschland Verbreitung nachdem ihn der Kaufmann Johann Seger Ruland 1711 im niedergebrannten Aachen an einer Hauswand wiederentdeckte.Er ist an seinen graubraunen, rötlichbraunen, meist jedoch kupferfarbenen Beeren oft gemischt an einem Stock, an einer Traube zu erkennen.Die Weine des Ruländers, welche oft auch unter dem Namen Grauer Burgunder verkauft werden, sind schwer, aber mild in der Säure und von rundem, blumigen, feinen Aroma.

 

 

Silvaner

Die Traditionsrebsorte Frankens, die um 1665 in Franken eingeführt wurde, hat ihre Ursprünge wahrscheinlich in Transsilvanien, dem heutigen Siebenbürgen in Rumänien. Der Silvaner, eine Kreuzung von von Traminer X Österreichisch Weiß, bringt in Franken blumige, artvolle, bodenbetonte, kräftige Weine hervor und ist so durch die verschiedenen Gesteinsarten die in den fränkischen Weinbergen vorherrschen geprägt, um immer neue Geschmacksnuancen zu entdecken. In reifen Jahren ist der Silvaner in seinem Stoff- und Körpergehalt unübrertroffen.

 

 

Spätlese

Spätlesen sind gehaltvolle Weine aus vollreifen Trauben, die frühestens sieben Tage nach Beginn der allgemeinden Lese geerntet werden dürfen. Das Mostgewicht liegt zwischen 90° und 110° Oechsle: Die Weine zeichnen sich durch Reife, Eleganz und reiche Geschmackfülle aus.